Das leere Portemonnaie – Geldvernichtungsmaschine Pferd

Jeder Pferdebesitzer kennt das: ein neues Reitpad, eine Satteldecke, ein Osteopathen-Termin fürs Pferd, Sattelanpassung und dann braucht der Reiter auch noch neue Schuhe, weil die alten völlig durchgewetzt sind. Reiten ist ein investitionsreiches Hobby, und das Pferd ist eine Geldvernichtungsmaschine.

Letztes Wochenende habe ich Kassensturz gemacht. Meine Analyse der letzten drei Monate war erschreckend. Natürlich gab es viele Einmalanschaffungen wie z.B. den Sattel. Da dieser ein Schnäppchen war (und ich bin mega-glücklich mit meinem Erwerb) kamen noch neue Sattelkissen drunter, ein Pad musste her, zur besseren Gurtung zwei Tie Straps und jetzt musste ich feststellen dass die Fork doch evtl. zu eng ist und ich habe eine Größere bestellt. So tröpfeln hinter der Einmalanschaffung noch kleine Beträge zwischen 25,-€ und 100,-€ hinterher.

Noch trainieren Suri und ich in kleinen Einheiten, und immer wieder blockieren ihre Muskeln vor allem im Nacken- und Brustbereich. Dann rufe ich die Physiotherapeutin oder die Ostheopathin an, je nach Gefühl. Wenn Suri austrainiert ist wird das vielleicht 1-2 mal im Jahr anfallen, zur Zeit ist es aber ca. einmal im Monat nötig. Es ist wie bei uns Menschen: wenn wir Sport machen trainieren wir nicht nur unsere Muskeln, sondern aktivieren unseren gesamten Körper und auch das Immunsystem. Suris Körper ist noch anfällig, und das Training hilft zwar, aber es belastet sie auch. Wieder ein Kostenpunkt auf der Liste…

Glücklicherweise bin ich bei meiner Kalkulation auf niedrige Tierarztkosten gestoßen. Wenigstens ein Lichtblick, auch wenn man immer mit diesen Punkt rechnen sollte. Das Hufgeschwür war der erste Tierarzteinsatz nach dem Impfen im Oktober. Ein guter Schnitt :).

Speziell für Suris Sarkoide habe ich noch Ausgaben für Effektive Microorganimen (EM) (5,-€/l) und Aloe Vera Gel (12,-€/100 ml). Das hält sich sehr im Rahmen.

Dazu kommen noch regelmäßige Hufpflege, die Kosten für den Stellplatz und Futter mit Zusatzkomponenten wie Mineralfutter, Ingwerpulver, Ergänzungskräuter, etc.

Stellt sich die Frage: warum mache ich das alles? Ist es das wirklich wert?
Die Antwort ist einfach. Wenn ich Suri über die warmen Nüstern streiche, ihren Blick sehe wenn ich sie putze, sie ruckartig den Kopf hebt und sofort zu mir kommt, wenn ich sie rufe: sie ist mein Pferd. Sie ist etwas ganz Besonderes. Ich kann von und mit ihr lernen, wir entwickeln uns gemeinsam weiter. Kein Geld der Welt kann mir das geben, was sie mir gibt.

5 Kommentare zu Das leere Portemonnaie – Geldvernichtungsmaschine Pferd

  1. Wie wahr, wie wahr. So sehe ich das auch. Ein wirklich hübsches Pferdchen hast du da übrigens. 🙂

  2. Danke. 🙂 Ja, sie lahmt zum Glück nicht mehr. Puh. Das ist ja immer ein Schrecken erst. Aber alles gut. Nun muss sie noch die Integration möglichst ohne Blessuren überlegen und dann ist hoffentlich erstmal Ruhe.

    • Oh, dann viel Spaß! Suri lebt jetzt seit Februar in der Herde und „arbeitet“ sich in der Rangordnung hoch. Die haben alle Macken ohne Ende… Seit die Dame sich wieder bewegen kann zeigt sie das gerne mit einem ordentlichen Tritt. Einer der Wallache konnte vor einigen Tagen ein paar Stunden kaum auftreten, weil sie ihn so hart getroffen hatte. Jetzt ist aber alles wieder gut.

  3. Oh je, genau das befürchte ich bei meiner auch. Tochter der Herdenchefin! Das sagt alles.
    Ich drücke weiter die Daumen, dass nur die anderen die Macken haben und nicht sie (obwohl einem das ja auch immer sehr unangenehm ist).

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