Über mich

Wer ist Fü(h)rPferd Horsemanship?

Mein Name ist Akki und ich lebe südlich von Köln. Ich bin ausgebildete Managerin für Gastronomie und Hotellerie, habe BWL studiert und arbeite hauptberuflich in der Finanzdienstleistung. Jetzt fragt ihr euch: warum blogge ich über Pferde? Das kam so…

Fotoshooting 31.12.2014 149

Mit 9 Jahren besuchte ich das erste Mal in meinem Leben ein Reitturnier. Mein Vater war von einem Kollegen eingeladen worden. Es war laut, bunt, und ich sah die Pferde über Hindernisse fliegen. Auf die Frage des Kollegen, ob das nicht auch was für mich sei, leuchteten meine Augen. So meldeten meine Eltern mich zum Reitunterricht an.

Ich habe eine klassische Reitermädchen-Karriere hinter mir. Erst Unterricht auf Schulpferden an der Longe und in der Abteilung, dann das erste Pflegepferd. Nico war ein 28jähriger Araberwallach mit viel Power. Er hat mir gezeigt, was Fliegen bedeutet, indem wir im Jagdgalopp über die Felder im Sauerland preschten.

Mit 14 Jahren bekam ich mein erstes eigenes Pferd. Robin war ein „polnischer Weideunfall“ ohne Papiere. Der Fuchswallach hatte schon einiges erlebt und duldete mich kaum. Anfangs verließ er ohne einen Pferdekumpel nicht mal allein mit mir die Weide. Auch das Verlassen des Hofes, um eine Schrittrunde über die Wiese zu drehen war eine Katastrophe. Aber mit den Jahren rauften wir uns zusammen. Robin biss und schlug gezielt und ich kam das eine oder andere Mal mit blauen Flecken nach Hause. Aber ich liebte ihn zu sehr und wollte mich nicht von ihm trennen. Nach einem Jahr begann ich mit ihm zu Springen. Da weder ich noch Robin genug Disziplin für vernünftige Dressuraufgaben an den Tag legten, ich aber gern Turniere reiten wollte, nahmen wir einmal pro Woche Springunterricht. Mit der Zeit wurde aus dem ungelenken Hüpfer ein richtiger Sprung und wir traten auf Turnieren an. Auch diesmal waren wir erst die Lachnummer, weil Robin nach dem Einreiten rückwärts wieder aus dem Parcours spazierte und uns damit disqualifizierte. Nach typisch-erlernter Art setzte ich mich mit Sporen und Gerte durch und errang ab und zu eine Platzierung. Auch las ich viel, verschlang die Bücher von Monty Roberts und  besuchte einen Bodenarbeitskurs. Ich war der Meinung, ich könnte Reiten und wäre erfahren im Umgang mit dem Pferd.

Als ich mit 19 Jahren von zu Hause auszog, um meine Ausbildung zu beginnen, musste ich mich leider von Robin trennen. Es begann eine pferdelose Zeit. Erst nach meiner Ausbildung traf ich in Bochum auf eine Hobby-Züchterin, deren Jungpferde ich gemeinsam mit ihr ausbilden durfte. Wir besuchten einige Seminare bei der FN in Münster und kauften uns diverse Bücher. Mit ein wenig Glück schafften wir es, einige hervorragend reitbare Jungpferde auf den Markt zu bringen. Doch trotz meiner Erfahrung mit Robin stand ich nun ständig meiner Unwissenheit in Bezug auf die Ausbildung von Jungpferden gegenüber. Auch Seminare und Bücher konnten die Lücken nicht schließen. Ich musste feststellen: ich hatte keine Ahnung. Vieles gelang, doch ich wusste nicht warum.

Zu Beginn meines Studiums musste ich meine Freundin mit den Jungpferden hinter mir lassen und zog nach Köln. Hier verdiente ich etwas Geld mit dem Beritt von Pferden und hatte auch eine Reitbeteiligung an einer damals rohen Jungstute namens Käthe. Im Beritt stieß ich immer wieder an meine Grenzen und musste viel Druck einsetzen. Mit Käthe lief es relativ leicht, doch wusste ich immer noch nicht, was ich da eigentlich tat. So suchte ich weiter, und …

… fand zufällig ein Seminar mit Jürgen Menzel. Er ist Natural Horsemanship Trainer, lebte einige Zeit mit den Cowboys in den USA und hat seine eigene Methode der Pferdeerziehung entwickelt. Er trainierte mit bekannten Größen wie z.B. Alfonso Aguilar. Durch ihn kam ich erstmals mit natürlicher Pferdekommunikation, dem Natural Horsemanship, in Berührung. Und seitdem lässt es mich nicht mehr los.

Fotoshooting 31.12.2014 125

Ich entschied mich nach weiteren Seminaren, unter anderem bei Peter Pfister, eine Weiterbildung in dem Bereich zu beginnen. Nach ausführlichen Recherchen landete ich bei Thomas Günther von pro ride. Im April 2013 begann ich dort die Ausbildung, das 2jährige Trainer College. Gezielt wird das Training mit Pferden in Theorie und Praxis aufgearbeitet, vom Start mit rohen oder unerfahrenen Pferden bis hin zur Ausbildung unter dem Sattel. Jetzt habe ich endlich das Gefühl zu wissen was ich im Pferdetraining tue.

Bei jedem Training lerne ich von den Pferden ein bisschen mehr. Jedes Training zeigt mir, dass ich noch lange nicht an meinem Ziel angekommen bin, und es auch vielleicht niemals sein werde. Beim Natural Horsemanship ist der Weg das Ziel: eine Einheit mit dem Partner Pferd zu bilden, ohne Gewalt und Hilfsmittel. Jedes meiner Trainingspferde zeigt mir einen anderen Weg. Es gibt kein „Schema F“ nach dem ich arbeiten kann. So ist zuletzt jedes Pferd mein Lehrer – ich kann lediglich meine Erfahrung weitergeben und der Übersetzer zwischen Pferd und Mensch sein.

Als Pferdetrainerin NHS bin ich im Raum Köln-Bonn, von Kerpen bis Alfter unterwegs.
Mehr zu meinen Trainingsangeboten auf Facebook unter Fü(h)rPferd Horsemanship Akki Schubert.
Infos zu Jürgen Menzel unter www.natural-horsemanship.com
Infos zu Thomas Günther unter www.pro-ride.net

 

 

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3 Kommentare zu Über mich

  1. Mari Steiner // 5. Januar 2016 um 00:32 // Antworten

    Liebe Akki,
    ich schreibe hier im Namen meiner 11-jährigen Tochter Lisa, die schon als Kleinkind gr0ßes Interesse an Pferden hatte. Sie ist sehr sensibel und hat ein ganz besonderes „Pferde-Feingefühl“. Wir versuchten immer mal wieder Reitunterricht zu finden, bei dem sie sich wohl fühlt und auf die Art lernen kann, die ihrem Naturell entspricht. Leider sind die Reitschulen alle sehr sportlich und auf Reiterfolg mit hartem Drill ausgerichtet. Nach ca 4 Reitschul-Etappen hat Lisa jetzt selbst feststellen müssen, dass der übliche Schulbetrieb nicht ihr Weg ist, und die Methoden des Natural Horsemanship eher das sein könnte was sie sucht. Vielleicht könnten Sie uns ja einen Rat geben, wo Kinder/Jugendliche mit dieser Methode vertraut gemacht werden. Ein- oder 2-wöchendliche Reitstunden wären ideal. Sie hat leider kein eigenes Pferd. Aber wir hoffen eine Möglichkeit zu finden, die in, oder von Bonn aus gut erreichbar ist. Über eine Rückmeldung würde ich mich sehr freuen. Vielen Dank, Mari Steiner

    • Fü(h)rPferd // 8. Januar 2016 um 18:54 // Antworten

      Hallo Mari,

      ich antworte hier mal öffentlich, weil diese Frage sicher häufiger auftaucht. Ich kenne leider nur eine einzige Reitschule, die Kinder an Natural Horsemanship heranführt, und die ist in der Nähe von Hannover. Die Natural Kids Ranch liefert genau das, was du suchst. Ich bin mit nicht sicher, ob Kinder dort auf Ferien machen können, aber vielleicht wäre das ja etwas?
      Ansonsten greife ich die Idee gern auf und schaue mal, ob ich einen Kinderkurs anbieten kann. Allerdings benötigen wir dafür eine Reitschule, die ihre Pferde zu Verfügung stellt. Kennst du da zufällig etwas?

      Liebe Grüße,
      akki

  2. Hallo Akki,
    ich bin im Moment auf der Suche nach einem Schülerpraktikum (9. Klasse).
    Ich reite inzwischen seit ung. 6 Jahren Freizeit und würde aber gerne Horsemanship kennenlernen. Deshalb habe ich mir überlegt ein Praktikum bei einem Horsemanship Trainer zu machen. Allerdings ist es gar nicht so einfach einen guten Trainer bzw. eine gute Trainerin zu finden. Weißt du ob es jemand rund um Köln gibt, bei dem man ein zwei wöchiges Praktikum machen kann und bei dem man auch einen guten Einblick in die Welt des Horsemanship trainings bekommt? Oder bietest du auch Praktikums an?
    Lg Luna

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