Tierkommunikation

Tierkommunikation – ist das esoterischer Quatsch?

Ich habe mich lange gesträubt, über das Thema Tierkommunikation zu schreiben. Im Hinblick auf meine Tätigkeit als Trainerin ist es den meisten Kunden wichtig, mit einer seriösen, ausgebildeten Person zusammen zu arbeiten. Das passt für mich nicht mit Tierkommunikation zusammen. In meinem Kopf war Tierkommunikation ein wenig esoterisch, irgendwie abgehoben und übersinnlich oder einfach Quatsch.

Nun ist aber der Zeitpunkt gekommen, an dem ich über meine Erfahrungen mit Tierkommunikation berichten will. Ich kenne diverse Berichte von Tierbesitzern, die eine Tierkommunikation mit einem/r Kommunikator/in gemacht haben und viel über ihre Tiere erfahren haben. Schon oft habe ich gehört, dass die Inhalte schlüssig waren oder völlig korrekt wiedergegeben wurde, was das Tier erlebt hat. Ich habe eine ausgebildete Tierkommunikatorin in meinem Bekanntenkreis – doch ich habe sie nie gebeten, mit meinen Tieren Kontakt aufzunehmen. Wie gesagt: Irgendwie ist das doch alles völlig unlogisch.

Meine Erfahrung und der Abriss von Mauern im Kopf

Trotz oder gerade wegen meiner Skepsis ist mir vor 2 Jahren etwas mit meiner Stute passiert, was meine Meinung zu dieser „übersinnlichen“ Kommunikation geändert hat. Ich möchte hier nicht ins Detail gehen, da diese Erfahrung sehr persönlich war. Den dazugehörigen Blogartikel habe ich bis heute nicht veröffentlicht… vielleicht entscheide ich irgendwann, dass diese Geschichte in die Welt soll. Heute bin ich dazu noch nicht bereit. Daher möchte ich euch nur kurz skizzieren, was mir damals passiert ist:

Meine Stute Missouri hat mit meiner damaligen Schülerin und heutigen Freundin „kommuniziert“, die sich zu ihr auf die Wiese gesetzt hatte. Es gab vorher keine Absprache mit mir. Tatsächlich wusste ich nicht einmal, dass meine Freundin Dora schamanische Heilkunst und Channeling praktiziert. Missouri hat mit Dora „gesprochen“ und sie gefragt, wo ich sei… denn ich hatte sie an jemanden abgegeben, der mehr Zeit für sie hatte. Sie hatte sogar einen Namen für mich, den ich zuvor noch nie gehört hatte, dessen Bedeutung aber definitiv auf mich passt. Dora hat mir davon berichtet und mir erklärt, wie sie mit dem Pferd kommuniziert. Ich habe es, nachdem sie mir von ihrem „Gespräch“ berichtet hatte, selbst ausprobiert. Und tatsächlich: Ich hatte das Gefühl, Antworten von ihr zu bekommen.

Wie funktioniert diese Art der Kommunikation? Ist es für jeden möglich? Ich bin ehrlich: Ich musste meine Bedenken, meine Logik und viele Schranken in meinem Kopf ablegen. Ich habe mich auf etwas eingelassen, das es in meiner Welt eigentlich nicht gibt. Dieser Moment, diese Veränderung in meinem Kopf hat Türen geöffnet und Wände eingerissen und so viele Erfahrungen möglich gemacht! Somit glaube ich, dass tatsächlich jeder mit einem Tier kommunizieren kann – wenn er oder sie sich auf diese Erfahrung einlässt.

 

Die zweite Erfahrung berührt mich zutiefst

Heute hatte ich wieder eine wunderbare Erfahrung. Houdini, mein Hengstfohlen, hat mich zum ersten Mal eingeladen. Ich hatte ihn nach seinem Physiotherapie-Kontroll-Termin zurück auf das Paddock gebracht und kontrollierte das Heu. Er folgte mir und stellte sich ruhig neben mir auf. Ich begann ihn zu kraulen, denn das ist normalerweise seine Idee. Ich kraulte den Kopf, den Hals, die Brust, den Bauch und seinen Hintern. Er stand genüsslich vor mir und genoss jede Bewegung meiner Hände und Finger. Ich hörte auf und ging zum Tor, um die Fliegenmaske mit zum Spind zu nehmen und nach Hause zu fahren. Houdini folgte mir nicht, stellte sich jedoch mitten auf das Paddock und schaute mich an. Mit der Maske in der Hand stellte ich mich neben ihn. Ich wusste, dass er zusammen mit mir ruhen wollte. Der kleine, agile und sonst so hyperaktive Hengstjährling strahlte eine Ruhe aus, die mich in seinen Bann zog. Ich ging auf ihn zu, stoppte aber ein paar Meter vor ihm, damit er entscheiden konnte wie nah er bei mir sein wollte. Er machte die letzten Schritte in meine Richtung und stellte sich mit wenigen Zentimetern Abstand vor mich.

So standen wir minutenlang in der Sonne. Beide mit halb geschlossenen Augen, völlig versunken und die Nähe des anderen genießend. Er lehnte seinen Kopf an meinen Bauch und schnaubte zufrieden.

Wir standen fast eine halbe Stunde so zusammen. Als ich mich auf den Heimweg machen wollte, strich ich ihm über den Körper und ging zum Tor. Er begleitete mich, ließ sich am Tor noch kraulen und strich mir noch einmal sanft mit seiner Nüster durch mein Gesicht. Houdini ist normalerweise nicht sanft, sondern eher rüpelig und laut. Das machte diesen Moment noch mehr besonders.

Jeder kann das

Beide Erfahrungen zeigen mir, dass wir unsere Pferde lesen und ihnen zuhören können, genauso wie sie uns lesen. Wenn wir unsere Schranken ablegen, uns auf die Erfahrung einlassen und ganz bei uns sind, verstehen wir jedes „Wort“, das unsere Pferden an uns richten. Für mich geschieht dies in ruhigen Momenten, in denen keine anderen Menschen um mich sind.  Auch ist die Kommunikation für mich nur live am Pferd möglich. Doch ich bin überzeugt, dass jedes Wesen anders empfindsam ist. Wir haben diese Gabe, denn wir sind genauso Säugetiere wie unsere Pferde.

Ja – während ich diese Zeilen schreibe überlege ich, ob ich völlig verrückt bin. Viele Menschen werden mich jetzt mit anderen Augen sehen. So „eso-mäßig“, abgehoben. Ich möchte jetzt aber endlich mitteilen, dass wir diese Gabe haben. Jeder von uns. Nicht immer, nicht in jeder Situation. Aber wir können diese Erfahrung machen – wenn wir es zulassen.

 

Hast du auch schon Erfahrung mit Tierkommunikation gemacht? Schreib mir! Ich freue mich über eure Berichte!

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